Freitag, 17. November 2017

Frostblumen

Vor dem Frost ins Haus gerettet, blühen hier die letzten Cosmeen. Winterweiß scheinen sie die kalte Novemberluft mit hereingebracht zu haben. Fast unwirklich, als wäre der Sommer bloß ein Fiebertraum gewesen, tanzen sie über der kleinen Vase - ein Vorbote der ersten Schneegestöber. Ihre Schwestern im Garten hat der Morgenfrost geknickt. Verwehten Papierfetzen gleich, hängen sie im Zaun verfangen. 
















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Dienstag, 14. November 2017

Ansteckend

Keine Sorge, es geht hier nicht um die Grippe. Der dicke Schal und die Haube sind auch nicht einer Erkältung geschuldet, sondern dem nahenden Frost. Ich stelle euch wieder einmal - wie könnte es auch anders sein - meinen neuen Ohrschmuck vor. Und weil große, baumelnde Ohrringe sich gerne in  der winterlichen Wickeltechnik verfangen oder sich im winterrauh störrischen Haar verheddern, zeige ich euch diesmal Ohrstecker. Sie sind aus Zwetschgenholz geschnitzt, haben leuchtende, warme Brauntöne und eine zarte Maserung. Das Beste daran - ich kann sie auf zwei Arten tragen: mit der (längeren) Spitze nach oben zeigend oder mit der Spitze nach unten. Erstere Variante finde ich sanfter und harmonischer, zweitere rebellischer.















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Freitag, 10. November 2017

Nebellicht

Lichtlos gleitet der Tag fast unbemerkt an mir vorbei. Morgenmatt, dunkeltrüb, konturenlos. Nicht zu greifen, nicht zu halten, sickert er durch mich hindurch. Ein Geistertag. Seine milchigkühlen Nebelschleier streifen meine Schulter bloß. Ein Schauer erfasst mich und schon ist es Nacht. Schwarzkalter Düstertraum.









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Dienstag, 7. November 2017

Ohrringe aus Marillenholz

Diese Ohrringe sind aus Marillenholz (Aprikosenholz) geschnitzt. Ich mag ihre geschwungene Form und die Buntheit im Holz. Wenn ihr ganz genau hinseht, könnt ihr die verschiedensten Farbnuancen erkennen: neben diversen Braun- und Beigetönen, sehe ich auch Gelb, Grün und Bordeaux. Was meint ihr?











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Freitag, 3. November 2017

Preziose

Im novembergrauen Garten, zwischen abgestorbenen Kürbisranken, Tomatenpflanzengerippen, struppigen Kräutern und verwehtem Laub funkelt eine exotische Frucht. Als hätte ein Paradiesvogel hier sein Ei abgelegt, leuchtet ihre gesprenkelte Schale im Nieselregen. Solanum muricatum, Pepino oder Melonenbirne heißt diese Schönheit, die farblich an Melanzani erinnert und in unserem Klima nicht immer ausreift. Über der violettgrün glänzenden Beere (das ist die botanisch richtige Bezeichnung für die Pepinofrucht) wiegt sich eine strahlend schöne, lila gestreifte Blüte im Dämmerlicht. 
Behutsam hebe ich die Frucht vom kalten Boden auf und pflücke die Blüte mit den schaukelnden Knospen. Ob reif oder nicht, egal - schöner kann ein ganzer Blumenstrauß nicht sein.













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Dienstag, 31. Oktober 2017

Sturmnacht

Kalter Sturmwind reisst alles Gold von den Bäumen, bricht die letzten Rosenknospen, rüttelt an den Fenstern; bringt Winterluft und Stille. Die Stille nach dem Sturm. Die Stille vor dem Winter. Das Gezwitscher verstummt, das klebrig süße Obst verfault, die Straßen leer, die Türen zu. Der Wald steht schwarz und im Dorf gehen flackernd die Lichter an. Rauch steigt aus allen Schornsteinen. Ein Rabe im Nussbaum putzt sein Gefieder und schaut stumm in die Nacht.




Ohrringe aus Weinrebe











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frollein-pfau.blogspot.de